Lieber Leser,
etwas Boden gutmachen konnte zuletzt die Aktie der Deutschen Bank. Zuvor korrigierten die Notierungen von über 19 auf zeitweise unter 18 Euro. Verantwortlich für die anziehenden Notierungen war sicherlich die Nachricht, dass sich die chinesische HNA-Group in nennenswertem Umfang an der größten deutschen Geschäftsbank beteiligt hat.
750 Millionen US-Dollar schwere Beteiligung aufgebaut
Über einen österreichischen Vermögensverwalter erwarb der Konzern aus dem Reich der Mitte, der unter anderem in den Bereichen Luftfahrt, Immobilien und Tourismus operativ tätig ist, Deutsche-Bank-Aktien in einem Gegenwert von 750 Mio. Euro. Diesen Anteil wollen die Chinesen bis maximal knapp 10% ausbauen, da sie die Dividendenpapiere als sehr attraktives Investment bewerten.
Nullzinspolitik schwer zu stemmende Herausforderung
Dass der Deal einen klaren fernöstlichen Vertrauensbeweis darstellt, steht außer Frage. Allerdings darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Finanzbranche in den Zeiten einer anhaltenden Nullzinspolitik vor großen Herausforderungen steht. Trotz der in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen könnte sich die Deutsche Bank genötigt sehen, im Eigenhandel erhöhte Risiken einzugehen, um die Ertragserwartungen der Aktionäre zu erfüllen. Dessen ungeachtet sind die Anteilsscheine der Frankfurter auf dem momentanen Kursniveau auch meiner Einschätzung nach ein aussichtsreiches Investment für Anleger mit einer überschaubaren Risikoneigung und einer gehörigen Portion Sitzfleisch.



