Lieber Leser,
spätestens seit dem Anleihekursverfall bei den langjährigen US-Anleihen (US-Treasusries) erfuhr auch der Kurs der deutschen zehnjährigen Bundesanleihe eine Korrektur im langfristigen Aufwärtstrend. Jedoch bleibt er zumindest aus der markttechnischen Perspektive weiterhin intakt. Höhere Kurse für Anleihen bedeuten auch immer niedrigere Zinsen am Markt, womit eine indirekte Verbindung zu der Performance von einigen Bank-Aktien besteht. Doch in den letzten drei Wochen verzeichnen Anleihekurse wieder einen deutlich steigenden Trend, die Zinsen fallen.
Griechenland und Frankreich belasten
Anleihekurse steigen jedoch nicht nur generell in Folge fallender Renditen am Markt, sondern auch in Folge erhöhter Risiken. In diesem Fall wird Kapital in die sicherste Anlage transferiert und das ist nun mal, neben Gold und Cash, die deutsche Bundes-Anleihe. So ist es nur naheliegend, dass der Kurs für die besagte Anleihe im Zuge der erhöhten Risiken um Griechenland und um die Wahlen in Frankreich zu steigen beginnen. Aus der markttechnischen Perspektive dürfte ein Überschreiten der 166-Punkte-Zone auf die Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends hindeuten. Erst ein Unterschreiten der Zone bei Punkten dürfte den Trend infragestellen.



