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Commerzbank: Ein grüner Tropfen auf den heißen Stein!

Liebe Leser,

Deutschlands zweitgrößte Bank muss kämpfen. Die kürzlich veröffentlichten Bilanzzahlen des Geldhauses bestätigen diesen Eindruck. 2016 brach der Gewinn der Commerzbank auf 279 Millionen Euro drastisch ein. Dies entspricht einem Rückgang von 75 Prozent. Um die Situation zu meistern, etablierten die Verantwortlichen ein Sparprogramm mit dem Namen „Commerzbank 4.0“. Hierfür soll beim Firmenkunden- und Investmentgeschäft massiv gekürzt werden. Insgesamt stehen 9.600 Arbeitsplätze auf der Kippe.

Ehrung im Bereich der Nachhaltigkeit

Doch es läuft nicht alles schlecht. Anfang des Monats gab die Commerzbank in einer Pressemitteilung bekannt, dass man die wichtige Prime-Auszeichnung der Ratingagentur Oekom Research erhalten habe. Die weltweit angesehene Agentur informiert über nachhaltige Anlagen und realisiert Produkte und Investmentstrategien. Die erhaltene Auszeichnung bezieht sich auf den Bereich der Nachhaltigkeit, wo die Commerzbank offensichtlich punkten konnte. Oekom Research bescheinigt der Bank eine hohe Qualität sowohl in Bezug auf das betriebliche Umweltmanagement als auch bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Maßgeblich verantwortlich für die Lobpreisung sei die 2016 gestartete Kohleposition, welche für die intensivierten Bemühungen im Bereich der Nachhaltigkeit stehe. So schließt das Geldhaus nicht nur die Finanzierung von neuen Kohlekraftwerken und Kohleminen aus, sondern verweigert auch die Unterstützung von Bergbauvorhaben, die mithilfe einer Gipfelsprengung durchgeführt werden (Mountaintop Removal Mining).

Commerzbank im Sog der grünen Welle

Rüdiger Senft, Leiter Corporate Responsibility bei der Commerzbank, sah es als „Bestätigung, dass die Bank mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit auf dem richtigen Weg ist.“ Des Weiteren gehe mit der Auszeichnung die Verantwortung einher, „konsequent und kontinuierlich für eine feste Verankerung von ökologischen und sozialen Prinzipien in der Unternehmensführung einzutreten.“

Die Ehrung ist angesichts der Probleme des Geldinstituts sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch wird deutlich gezeigt, dass sich auch die Commerzbank dem Sog der grünen Welle nicht entziehen will.

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