Lieber Leser,
mit schöner Regelmäßigkeit erkauft sich Apple durch die Übernahme kleiner innovativer Start-ups Know-how. Diesbezüglich haben die Amerikaner kürzlich offenbar einen weiteren Coup gelandet, in dem man sich das israelische Unternehmen RealFace einverleibte.
Software zur Gesichtserkennung für kleines Geld
Die erst 2014 gegründete Gesellschaft entwickelt Software zur Authentifizierung per Gesichtserkennung mit einer ausgezeichneten Genauigkeit in Echtzeit. Der Kaufpreis soll einige Millionen US-Dollar betragen haben. Offiziell bestätigt wurde der Deal von Apple bislang zwar nicht. Eine israelische Datenbank weist den US-Hightech-Giganten allerdings bereits als neuen Eigentümer von RealFace aus. Überdies ist die Internetseite der Israelis derzeit offline, was vermuten lässt, dass der Geschäftsbetrieb im Zuge der Übernahme eingestellt wurde.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Damit ist die Wahrscheinlichkeit erheblich gestiegen, dass sich die Gerüchte bewahrheiten, wonach Apples eine Premiumversion des iPhone 8 plant, das unter anderem mit einem OLED-Display und einem 3D-Laserscanner zur Gesichtserkennung ausgestattet ist. Ob dieses Feature die Verkaufszahlen nach oben schnellen lässt, wird sich zeigen.
Unabhängig davon bestehen für Geräte mit Gesichtserkennung vielfältige Einsatzmöglichkeiten in nahezu allen Segmenten. In einigen Jahren könnten zum Beispiel Autos oder Haustüren mit einem entsprechenden System ausgerüstet sein. Und auch viele Sicherheitsbehörden hätten für Geräte, die das Gesicht eines Menschen zweifelsfrei erkennen können, sicherlich einen nicht zu unterschätzenden Bedarf. Aber selbst wenn sich die Übernahme als Flop erweise sollte, hat die Apple-Aktie langfristig weiteres Aufwärtspotenzial. Kurzfristig mutet das Papier allerdings leicht überkauft an.



