Liebe Leser,
derzeit muss man wohl davon sprechen, dass Seadrill mit dem Rücken zur Wand steht. Um wieder besser dazustehen, muss das Unternehmen sein Geschäft umstrukturieren – und zwar schnellstmöglich. Erst kürzlich, so berichtet das Online-Magazin „Seeking Alpha“, seien Verhandlungen mit Kreditgebern wenig erfolgreich verlaufen. Zumindest habe das Unternehmen aber noch Hoffnung, dass es in dieser Sache voran ginge.
Investoren halten Abstand
Es wäre dringend angebracht. Denn die Investoren sind seit Ende Januar missgestimmt, wie der Kurspreisverfall verdeutlichte. Konkrete Ursache war, dass Seadrill eine korrigierte Fassung der geplanten Restrukturierung vorgelegt hatte, die nicht nach dem Geschmack der Anleger ausfiel.
Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich Aktien von Seadrill derzeit als einen eher spekulativen Kauf einschätze. Wenn es darum geht, Investitionen mit überzeugenden Reward-to-Risk-Kombinationen zu finden, würde meine Wahl zumindest nicht unbedingt auf eine Offshore-Bohrgesellschaft fallen. Schließlich leidet der gesamte Sektor unter einem Überangebot und einer Kürzung der Investitionsausgaben seitens der großen Öl- und Gasgesellschaften.
Seadrill steuert gegen
Immerhin versucht Seadrill, sich diesen Marktgegebenheiten entgegenzustemmen, indem es nicht nur seine Dividende aussetzt, sondern auch Betriebskosten für Rigs verringert und Investitionsausgaben aufschiebt. Doch ob dies die Anleger letztlich überzeugen kann?



