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EU Soldaten gegen Somalia: Einmarsch

EU will Somalias Piraten auch an Land bekämpfen. Soldaten sollen Lager und Benzinvorräte zerstören können. Bislang ist unklar, ob die Infrastruktur der Piraten nur aus der Luft angegriffen werden soll oder ob Soldaten auch selbst an Land gehen können.

 

Die Europäische Union will gegen somalische Piraten  künftig nicht nur auf See, sondern auch an Land vorgehen. Das Einsatzgebiet der Antipiratenmission Atalanta soll nach Informationen der Financial Times Deutschland (Donnerstagsausgabe) so erweitert werden, dass Soldaten auch Lagerstätten oder Benzinvorräte der Piraten am Strand zerstören können. Bislang konnte der vor der Küste stationierte Marineverband im Golf von Aden Piraten nur auf dem Wasser aufbringen.

Bislang ist unklar, ob die Infrastruktur der Piraten nur aus der Luft angegriffen werden soll oder ob Soldaten auch selbst an Land gehen können. Der Atalanta-Kommandeur im britischen Norfolk hat der EU einen erweiterten Operationsplan vorgelegt, der verschiedene Optionen enthält. Die geplante Erweiterung des Einsatzes sehe vor, dass nur Material der Piraten angegriffen werden darf, hieß es in Diplomatenkreisen. Und das nur in „unmittelbarer Küstennähe“. Die Militärs wollen für das Mandat dabei eine feste Grenze ziehen, wie weit vom Meeresufer entfernt sie Boote und anderes logistisches Material aufklären und vor dem Auslaufen der Piraten zerstören wollen. Aus einsatztaktischen Gründen will man diese Information geheim halten.

Die EU-Außenminister sollten die Ausweitung ursprünglich bereits bei ihrem Treffen am kommenden Montag in Brüssel beschließen. Die Entscheidung der Minister wird nach derzeitigem Stand aber verschobenweil bis Montag nicht alle Details geklärt werden können. Auch die somalische Regierung muss der Erweiterung zustimmen. Inhaltlich stehe das Vorhaben aber fest. Da der Beschluss das Atalanta-Mandat verändert, muss er auch vom Bundestag abgesegnet werden. Die Mandatsänderung solle den Parlamentariern kurz nach einem Beschluss des EU-Ministerrats vorgelegt werden, hieß es aus Diplomatenkreisen.
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