Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs erreichten mit 2.404 Tonnen ein Rekordhoch. Dies entspricht gut 85% bzw. mehr als 10 Monate der jährlichen Goldminenproduktion. Die Bestände der Silber-ETFs liegen mit 17.732 Tonnen auf dem höchsten Stand seit Anfang Mai 2011.
von Commerzbank Commodity Research
Die Mitte der Woche stark gebeutelten Edelmetallpreise konnten sich gestern von ihren Tiefständen etwas erholen. Gold und Silber legten moderat um 1,3% und 2,3% auf rund 1.720 USD bzw. über 35 USD je Feinunze zu. Unterstützt wurden sie dabei von ETF-Zuflüssen: Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs erreichten mit 2.404 Tonnen ein Rekordhoch. Dies entspricht gut 85% bzw. mehr als 10 Monate der jährlichen Goldminenproduktion. Die Bestände der Silber-ETFs liegen mit 17.732 Tonnen auf dem höchsten Stand seit Anfang Mai 2011.
Platin hat die Marke von 1.700 USD je Feinunze wieder zurückerobert, Palladium handelt nach wie vor über 700 USD je Feinunze. Auch hier tragen ETF-Zuflüsse zu höheren Preisen bei. Die Bestände der Platin-ETFs haben sich im Februar um 5,3% bzw. 70 Tsd. Unzen, die der Palladium-ETFs sogar um 8,4% bzw. gut 143 Tsd. Unzen erhöht. Hinzu kommen überraschend robuste Autoabsatzzahlen in den USA: Die saisonal bereinigte annualisierte Verkaufsrate ist im Februar auf 15,03 Mio. Fahrzeuge gestiegen, den höchsten Wert seit vier Jahren.
Platin wird in der Produktion von Diesel-Katalysatoren verwendet, Palladium in der Herstellung von Benzin-Katalysatoren benötigt. Darüber hinaus unterstützen die Produktionsprobleme in Südafrika den Platinpreis. Impala Platinum berichtete gestern, dass das Unternehmen aufgrund des Streiks in der Rustenburg-Mine bislang Produktionsausfälle von 100 Tsd. Unzen Platin zu verzeichnen hatte.



