Die deutsche Bankenlandschaft löst sich langsam auf. Die Deutsche Bank wird von Ausländern übernommen, die Commerzbank ist fast pleite, und die Landesbanken haben sich selbst zugrunde gerichtet. - Wie wichtig ist eine deutsche Bank? Sind Deutsche des Bankgeschäfts unfähig?
Der Personalumbau bei der Deutschen Bank ist umfassend. Deutsche sind kaum noch vertreten in den Führungsetagen. Das größte deutsche Bankhaus ist chon längst nicht mehr deutsch, das merkt man auch auf den Fluren: dort wird hautsächlich englisch gesprochen. Englisch ist die internationale Finanzsprache.
Die Deutsche Bank ist aber gar nicht das eigentliche Problem. Wohl aber ist die Entwicklung der deutschen Bankenlandschaft insgesamt höchst problematisch. So schreibt "Die Zeit": "Wir waren über eine Reihe von Jahrzehnten gewohnt, es mit drei großen deutschen Banken zu tun zu haben: Dresdner, Deutsche und Commerzbank. Außerdem aber gab es – und gibt es noch – den genossenschaftlichen Bankensektor und drittens den Sparkassensektor mit seinen Girozentralen. Aus den Girozentralen haben sich im Laufe der Jahrzehnte die Landesbanken entwickelt. Die Landesbanken sind mit ihren »Kreditersatzgeschäften« fast alle größenwahnsinnig geworden. Einige von ihnen mussten gerettet werden, die WestLB wird gerade aufgelöst."
Die Landesbanken? Ein Trümmerhaufen. Einziger "Sieger" im Bankenkampf: Die Deutsche Bank. Das Institut musste bisher jedenfalls noch nicht gerettet werden, wenn es auch von der Rettung der Konkurrenz profitierte.



