Bayerns Wirtschaftsminister Zeil (FDP): Euro-Rettung führt ins Verderben. Der Staatsbankrott und auch der Austritt eines Landes aus der Währungsunion dürfe nicht länger tabuisiert werden, sondern müsse „mit dem Begleitschutz der Rettungsschirme“ auch durchgeführt werden.
Ein weiteres Hilfspaket für Griechenland würde die Insolvenz des Landes nur immer weiter verschleppen. „Das ist dann die vollendete Transferunion, die doch angeblich keiner wollte“, kritisiert der FDP-Politiker. Das werde zu dauerhaften und ansteigenden Ressentiments in Geber- und Nehmerländern führen und die soliden Ländern überfordern. „Aus guten Nachbarn machen wir Gläubiger und Schuldner. Das ist ein sicheres! Konzept für einen Aufstand der Bürger in Europa und die schlechteste aller denkbaren Lösungen“, so Zeil.
Der Staatsbankrott und auch der Austritt eines Landes aus der Währungsunion dürfe nicht länger tabuisiert werden, sondern müsse „mit dem Begleitschutz der Rettungsschirme“ auch durchgeführt werden. „Wenn wir Krisenländern diese Möglichkeit – vor allem bei einer faktischen Insolvenz – nicht einräumen, zwingen wir den Menschen Anpassungsmaßnahmen auf, die ein Land politisch und ökonomisch zerreißen. Soll der Euro in Europa eine langfristige Chance haben, dürfen wir die politisch erwünschte Größe der Währungsunion nicht länger von der ökonomisch lebensfähigen Größe trennen.“



