Ausschlaggebend für den Preisrutsch war die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung. Denn die Fed sieht erst dann eine Notwendigkeit zur weiteren Lockerung der Geldpolitik.
von Commerzbank Commodity Research
Gold kam bereits gestern im späten Handelsverlauf stark unter Druck und gab um fast 2% auf ein 2-Wochentief von gut 1.630 USD je Feinunze nach. Ausschlaggebend für den Preisrutsch war die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung. Denn die Fed sieht erst dann eine Notwendigkeit zur weiteren Lockerung der Geldpolitik, wenn das Wirtschaftswachstum in den USA nachlässt oder die Inflation dauerhaft unter 2% bleibt.
Dies ließ den US-Dollar merklich aufwerten und belastete den Goldpreis. Allerdings hatte der Fed-Vorsitzende Bernanke während einer Rede nach der Fed-Sitzung die Tür für ein sog. „QE3“ weiter offen gehalten, so dass uns die gestrigen Reaktionen im Ausmaß überraschen. Heute findet die EZB-Sitzung statt, von der wir keine Impulse erwarten.
In den USA sind die saisonbereinigten und annualisierten Fahrzeugverkäufe im März im Vergleich zum Vorjahr um 9,6% auf 14,32 Mio. Einheiten gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat hat die Dynamik zwar etwas nachgelassen, mit einem Quartalsdurchschnitt von 14,49 Mio. Fahrzeugen wurden aber die stärksten drei Monate seit dem ersten Quartal 2008 verzeichnet.
Damit setzt sich der Erholungstrend bei den Fahrzeugverkäufen in den USA klar fort. Die USA dürften damit zugleich die Schwäche im westeuropäischen Automarkt kompensieren und maßgeblich zu einem moderaten Wachstum der Fahrzeugverkäufe auf globaler Ebene in diesem Jahr beitragen. Dies sollte sich positiv auf die Preise von Platin und Palladium auswirken. Beide Edelmetalle werden vorrangig in der Herstellung von Autokatalysatoren verwendet.



