Griechenland: Ein Selbstmord auf offener Straße hat am Mittwoch Athen erschüttert. Ein Mann sah wegen der Schuldenkrise keinen Ausweg mehr. Selbstmordrate seit 2009 dramatisch gestiegen. - Ist das der Beginn des "Europäischen Frühlings"?
Ein Mann hat sich auf dem heute Morgen auf dem berühmten Syntagma Platz mitten in Athen erschossen. Vor dem Selbstmord wurde er mit den Worten zitiert, dass dies ein Protest gegen die "Besatzer-Regierung" sei. Der Mann sah offenbar keinen anderen Ausweg mehr und wollte nach eigenen Angaben seinen Kindern keine Schulden hinterlassen. Danach schoss sich der 77jährige sich selbst in den Kopf.
Nach Angaben des griechischen Greek Ministry of Citizen Protection ist die Suizidrate in Hellas seit Ausbruch der Krise dramatisch in die Höhe geschnellt. Die Selbstmorde bzw. versuchte Selbstmorde stiegen laut Bericht des Ministeriums seit 2009 um 22,5% nach oben. Seit nahmen sich 1727 Menschen das Leben.
Der jüngste Vorfall nährt Spekulationen, ob es in der Euro-Zone zu einer Art "Europäischen Frühling" wie im arabischen Raum kommen könne. Der Selbstmord eines 26jährigen Gemüsehändlers in Tunesien war damals der Auslöser für die Umwälzungen in Nordafrika.



