Die Deutsche Bank dementiert Gerüchte über eine Kapitalerhöhung. Doch die Börse glaubt dem Bankhaus nicht. Kurs auf Talfahrt. Die Experten von JP Morgan taxierten den Kapitalbedarf Bedarf auf gut drei Milliarden Euro. Banken europaweit runter.
Die Deutsche Bank sieht weiter keinen Bedarf für Kapitalmaßnahmen, um die strengeren Vorschriften Basel III zu erfüllen. "Wir erwägen keine Kapitalerhöhung", sagte ein Sprecher von Deutschlands größtem Geldhaus am Donnerstag. Das Institut verwies auf jüngste Präsentationen des Vorstands. Daraus ginge hervor, dass Bank die Vorgaben von Basel III 2013 ohne die Aufnahme frischer Mittel erfüllen kann.
Doch die Börse scheint den offiziellen Verlautbarungen nicht zu glauben. Die Deutsche Bank verlor seit ihrem hoch im Februar fast 15%.
Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, dass das größte deutsche Geldhaus eine Kapitalmaßnahme über drei Milliarden Euro vorbereitet. Viele Experten glauben, dass die meisten Banken Europas nicht um eine Kapitalerhöhung herumkommen. Sollte sich die Euro-Krise weiter zuspitzen, kommen die Banken auf jeden Fall in schwieriges Fahrwasser. Betroffen wäre dann auch die Commerzbank. Hier scheidet ab wohl eine Kapitalerhöhung wegen des ohnehin niedrigen Kurses aus.
Aber auch im Falle der Deutschen Bank bezeichnen Analysten die Kapitalausstattung immer wieder als vergleichsweise dünn. Die Experten von JP Morgan taxierten den Bedarf auf gut drei Milliarden Euro.
Dass es Probleme in der Bankenlandschaft gibt zeigt der "EZB-Angstindikator", der immer weiter steigt. Am 18.4. parkten Europas Banken über 756 Milliarden bei der EZB. Auch die CDS für Europas Banken gehen nach oben einschließlich jener von Deutscher Bank und Commerzbank.



