S&P stuft Spanien herab. Das Rating werde auf BBB+/A-2 gesenkt von A/A-1. Die Aussichten sind nicht gut, Ausblick negativ. Die Banken Iberias sind im Todeskampf und müssen wohl alle per ESM gerettet werden.
Die Ratingagentur Standard & Poor's stuft Spanien herab. Das Rating werde auf BBB+/A-2 gesenkt von A/A-1, teilten die Bonitätswächter am Donnerstagabend mit. Der Ausblick sei negativ.
Die US-Agentur begründete den Schritt mit Sorgen angesichts der hohen Staatsschulden des Landes. Die Haushaltslage dürfte sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Probleme verschlechtern.
Gleichzeitig steige die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung den Banken mit weiteren Hilfen unter die Arme greifen müsse. Das wiederum berge das Risiko, dass die Verschuldung weiter ansteigen könne.
Das Downgrade Spaniens ist ein weiterer Schlag für europäische Banken, welche vollgesaugt sind mit PIIGS-Anleihen. In Deutschland trifft dies besonders die Commerzbank. Deutsche Bank Chef Ackermann sagte anläßlich der Vorstellung des Quartalsberichts, dass für südeuropäische Banken demnächst "härtere Zeiten" bevorstehen.
Die Aussichen für Spanien sind nicht gut. Offenbar rückt die gewisse Aussichtslosigkeit der Wirtschaft immer stärker ins Bewusstsein: Der zu Zeiten des Immobilienbooms angehäufte private Schuldenberg von knapp 1,8 Bill. Euro wird mit dem Rückfall in die Rezession und der weiter steigenden Arbeitslosigkeit auf Jahre hinaus nicht schrumpfen. Spaniens Banken, mit Altlasten gespickt, sind längst Großkunden bei der Europäischen Zentralbank.
Ein Austritt aus dem Euro als Ausweg aus der Krise kommt für Spaniens Politik aber nicht in Frage. Doch für eine "Rettung" gilt das Land als zu groß. Fazit: An Spanien kann der Euro zerbrechen.



