Kurz vor dem Milliarden-schweren Börsengang der Sozialen-Netzwerk-Krake flüchtet Facebook-Mitgründer Eduardo Saverin aus den USA und gibt die US-Staatsangehörigkeit auf. Aus Steuergründen?
Es ist einer der größten Börsengänge der letzten Jahre. Und er bedeutet Milliardengewinne für die Gründer von Facebook. Offenbar um Steuern zu sparen hat jetzt einer der Mitbegründer von Facebook seine US-Staatsangehörigkeit aufgegeben. Facebooks Eduardo Saverin ist ein Mann der ersten Stunde im Unternehmen. Er hält laut "Who owns Facebook" rund 4% an der Company.
Sollte die Netzwerk-Krake bei ihrem Börsengang am oberen Ende der Preisspanne gehandelt werden, dann bedeutet dies für den 30 jährigen Eduardo Saverin ein Gewinn von rund 3,8 Milliarden Dollar - zu viel, um darauf auch noch Steuern zu zahlen. Denn der Staat würde ihm gleich mal mindestens eine Milliarde abnehmen und die US-Steuerbehörde IRS wird in den USA mittlerweile mit der Gestapo gleichgesetzt aufgrund ihrer rigorosen Methoden.
Wohin Eduardo Saverin mit dem Geld zieht, ist derzeit unbekannt. Der Facebook-Börsengang soll am 17.Mai stattfinden. Das Kürzel lautet: FB. Die Preisspanne liegt zwischen 25$ und 35$. Bei 35$ ist Facebook rund 96 Milliarden Dollar wert.
Eine Woche vor dem voraussichtlichen Starttermin hätten Anleger bereits eine größere Nachfrage signalisiert, als Aktien zur Verfügung stünden, sagte eine mit dem Vorhaben vertraute Person gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Emission sei bereits überzeichnet. Laut Reuters habe im Wochenverlauf ein institutioneller Großinvestor trotz der Zweifel am Wachstum des Internet-Treffpunkts eine Mega-Order platziert.
Die voraussichtlich astronomische Bewertung von Facebook bleibt unter Finanzprofis höchst umstritten, weil sich die Geister an der entscheidenden Frage scheiden: Hat Facebook das größte Wachstum noch vor sich oder sind seine besten Zeiten bereits vorüber?



