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SOKO BER

Berlins Flughafen-Chef Schwarz wird von  „Soko BER“ des Bundesverkehrsministeriums  vernommen. Bereits beim ersten Eröffnungstermin gab es erhebliche Zweifel, ob er „unter den derzeitigen Planungsbedingungen noch erreicht werden kann“.


 
Berlins Flughafen Chef Rainer Schwarz muss an diesem Donnerstag der Sonderkommission „Soko BER“ von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Rede und Antwort zum Debakel stehen. Das berichtet die „Welt“. Ein interner Briefwechsel belastet den Chef der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Bereits beim ersten Eröffnungstermin gab es erhebliche Zweifel, ob er „unter den derzeitigen Planungsbedingungen noch erreicht werden kann“, schreibt die Planungsgesellschaft pgbbi am 26. Februar 2010 an Schwarz. Sie fordert von ihm deshalb „eine Neuausrichtung der Projektorganisation“. Notwendig seien Entscheidungen, „die sich weder technisch noch juristisch delegieren lassen“.

Die Planer baten Schwarz in ihrem Brandbrief dringend um ein „Gespräch in kleiner Runde“. Doch der reagierte in seiner Antwort vom 3. März 2010 pikiert. In seinem neun Zeilen umfassenden Antwortbrief warf Schwarz den Planern vor, Hierarchien zu missachten. Nicht er selbst, sondern der Technik-Geschäftsführer sei „primär“ zuständig: „Insoweit ist für mich ihre Vorgehensweise unter Umgehung des zuständigen Ressortgeschäftsführers schwer nachvollziehbar“, schrieb damals Schwarz. Für ein Gespräch stand er trotz der alarmierenden Botschaft nicht zur Verfügung.

Auf Anfrage der „Welt“ weist Schwarz jetzt alle Schuld von sich. Er habe das Gespräch damals „nicht abgelehnt, sondern qua Geschäftsverteilungsplan“ dem zuständigen Technik-Geschäftsführer übergeben. 

Die FDP-Fraktionsgeschäftsführerin im Bundestag, Claudia Winterstein, fordert die Entlassung von Schwarz. „Herr Wowereit und Herr Platzeck müssen aufgrund der vorliegenden Fakten endlich ihren Widerstand aufgeben und einer Entlassung von Herrn Professor Schwarz zustimmen“, sagte die Haushaltsexpertin Winterstein der „Welt“. Um den Hauptstadtflughafen zügig fertig zu bauen, sei eine „korrekte und kompetente Geschäftsführung“ notwendig. Der derzeitige Amtsinhaber genüge diesen Ansprüchen nicht.

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