Die Inflation ist sicher

Die Rente ist sicher - und die Inflation, welche sie wertlos macht. Auch wenn sie derezeit nicht recht spürbar ist: Das Gelddrucken aller Zentralbanken weltweit hat einen Preis. Die totale Entwertung der Ersparnisse und Renten in der Zukunft.

 

Mit sturer Verbissenheit verneinen es alle Zentralbanken und Regierungen: Doch die nächste Inflationswelle ist schon im Anmarsch. Inflation ist die ständige Geissel in unserem Wirtschaftssystem. Das war schon vor 1000 Jahren so und wird auch in 1000 Jahren weiter so bleiben. Die Inflation hinterlässt viele Schäden, aber auch einige grosse Gewinner.

Vor allem ist sie der Albtraum der (Geld-)Sparer; sie tragen die Hauptbürde, verlieren nicht selten Teile oder das Ganze ihrer Ersparnisse. Profiteure sind die Staaten mit grossen Schulden. Da das Geld immer weniger Wert ist, brauchen sie immer weniger Substanz, um alte Schulden zurückzuzahlen.

Amerika könnte ein solcher Profiteur sein. Nur geben die Yankees heute noch mehr Geld aus, als dass ihre Schulden durch Inflation erodieren. Das Sterben auf Raten des Dollars geht also weiter. Nicht spektakulär, aber stetig. Längerfristig wird daher der Dollar weiter schwach tendieren. Die Hoffnungen, die mit der europäischen Finanzkrise und dem schwachen Euro aufkeimten, werden rasch wieder in sich zusammenfallen.

Beobachten Sie in den nächsten Monaten die Inflationsraten der einzelnen Länder und hier speziell diejenige der Vereinigten Staaten. Spätestens nach den Präsidentschaftswahlen wird das FED, die amerikanische Zentralbank, die Inflationsraten wieder „realistischer“ betrachten und kommentieren. FED-Chef Bernankes Mandat läuft Ende Januar aus, er wird seinen Job nur halten können, wenn Präsident Obama die Wahl erneut gewinnt. Also wird er in der Zwischenzeit die Inflationsbremse grosszügig bedienen. Sie wird dafür später umso heftiger ausschlagen.

 

Inflation kommt

Inflation wird uns in den kommenden Jahren beschäftigen, danach sogar dominieren. Es ist daher Zeit, eine Bestandsaufnahme und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Eines ist klar: die weltweite Geldschwemme kennt keine Grenze: Kurz hintereinander kündigten die Hüter der drei wichtigsten Währungen der Welt – die US-Notenbank Federal Reserve (FED) die Europäische Zentralbank (EZB) und die japanische Notenbank – in den vergangenen Wochen weitere, milliardenschwere Massnahmen zur "Rettung" ihrer Banken, Wirtschaft und Währung an.
 
Auffälligerweise, entgegen vielen Erwartungen von Ökonomen, scheinen die Zentralbanker trotz einer nie da gewesenen Geldschwemme die Inflationsgefahren (noch) im Griff zu haben. Lassen Sie uns die statistisch sieben grössten Inflationen zahlenmässig Revue passieren. In Klammern immer die Zeit, die es braucht, um die Preise inflationsangepasst zu verdoppeln: Einsamer Spitzenreiter
 
  • Ungarn August 1945 bis Juli 1946. Die tägliche (!) Inflationsrate betrug 207 Prozent (die Preise verdoppelten sich alle 15 Stunden). Arbeitern wurde der Lohn zweimal täglich ausbezahlt, damit sie in einer einstündigen Pause noch rasch ihre täglichen Einkäufe tätigen konnten.
  • An zweiter Stelle Simbabwe, März 2007 bis November 2008; Inflation täglich plus 98 Prozent (alle 1.1 Tage verdoppelten sich die Preise).
  • Nummer drei der Vielvölkerstaat Jugoslawien. Von April 1992 bis Januar 1994 täglich plus 64.6 Prozent (Verdoppelung der Preise alle 1.4 Tage).
  • Nummer vier war Republika Srpska (Serbien) mit täglich 64.4 Prozent Inflation (1.4 Tage);
  • Nummer fünf Deutschland in der Zwischenkriegszeit August 1922 bis Dezember 1923 mit täglich 20.9 Prozent Inflation (3.7 Tage);
  • Nummer sechs Griechenland: Mai 1991 bis Dezember 1994: 17.9 Prozent pro Tag (4.3 Tage);
  • und Nummer sieben: China von Oktober 1947 bis Mai 1949 mit 14.1 Prozent täglicher Inflation (5.3 Tage).

 

Deutsche Hyperinflation

Die deutsche Hyperinflation von August 1922 bis Dezember 1923 sitzt heute noch tief im kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Die höchste damals gemessene monatliche Inflationsrate lag bei 29’500 Prozent (!), auf Tagesbasis umgerechnet entsprach das einer Teuerungsrate von 20.9 Prozent!

Das Geld verlor schneller an Wert, als man es ausgeben konnte – was dazu führte, dass viele Bürger das frisch gedruckte Papiergeld sofort verfeuerten, statt davon etwa Heizmaterial zu kaufen. Alles gemäss einer Studie des Institute for Applied Economics (Johns Hopkins University Baltimore).

Ziel der Studie war es, die Hyperinflationsphasen der Vergangenheit vergleichbar zu machen. „Hyperinflation ist eine wirtschaftliche Krankheit, die unter Extrembedingungen ausbricht: Krieg, politisches Missmanagement oder der Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft.“

Darum fällt es derzeit vielen Ökonomen schwer, die langfristigen Folgen der weltweiten Geldschöpfung durch die Notenbank zu prognostizieren. „Mit unbegrenzten Anleihekäufen dürfte die EZB das Risiko eines Auseinanderbrechens der Währungsunion bannen und die Konjunktur stabilisieren. Aber langfristig steigen damit die Inflationsrisiken“ warnt klar Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank.

Noch düsterer malt Thorsten Polleit, Chefökonom der Degussa Goldhandel, die Zukunft: „Mit der Ratifizierung des EU-Stabilitätsmechanismus ESM ist der Weg frei in die Euro-Inflationsgemeinschaft“.

Die Fachleute sind sich auch klar: „Der Preis, den die EZB ihre Bürger dafür zahlen lässt, wird eine immer weiter und immer schneller steigende Geldmenge sein – was früher oder später die Inflation in die Höhe treibt und das Geld entwertet.“

In den USA liegt die Inflationsrate derzeit bei 1.7 Prozent und damit unter dem Zielwert von zwei Prozent. In deutlich grösserer Erklärungsnot ist EZB-Präsident Mario Draghi. Die jährliche Teuerungsrate in der Euro-Zone ist im September auf 2.7 Prozent gestiegen.

Das mittelfristige Ziel, nicht mehr als zwei Prozent Inflation zuzulassen, hat die EZB damit seit Ende 2010 nicht mehr erreicht. Und die Tendenz sieht weiter steigend aus! Schon heute spürt der Durchschnittsverbraucher in Europa die Auswirkungen. Steigende Preise vor allem an den Tankstellen und bei der Heizkostenabrechnung. Alles erst ein Anfang... Einmal mehr werden die Sparer und Durchschnittsbürger die Leidtragenden sein.

Heute ist die Inflation 2.7 Prozent, (noch) solide Staatsanleihen rentieren bestenfalls 1.5 Prozent. Das heisst, schon heute haben die Sparer, die ihr Geld fürs Alter auf die hohe Kante gelegt haben, einen jährlichen Verlust von 1.2 Prozent auf ihrem Ersparten – die Steuerpflicht auf die Bruttoerträge nicht einmal eingerechnet.

In anderen Worten, der Staat und andere offizielle Stellen, aber auch die Banken, entschulden sich auf dem Rücken der Sparer. Vermögende Leute, die ihr Geld in Sachwerten angelegt haben, sind sich aber des sichersten Inflationsschutzes gewiss. Dazu zählen Aktien, Edelmetalle (Gold und Silber) und vor allem auch Immobilien. Sie haben sich auch in den Zeiten der Finanzkrise als sehr krisensicher erwiesen. Und werden es auch in Zukunft so sein.

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