Volkswirte zu Griechenland: „Mit dem Ja ist noch nicht alles entschieden“. Man könne durchaus die Frage stellen, ob die Entscheidung für das Sparpaket – und gegen den Willen vieler Menschen – in einer Demokratie haltbar sei.
Alexander Kritikos, Vizepräsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, glaubt, dass ! die Mehrheit der Griechen für die Umsetzung der Sparmaßnahmen und für den Euro ist. „Es gibt nur zwei steinige Wege für die Griechen. Mit dem Euro und ohne den Euro. Allen ist klar, dass der Weg mit dem Euro derzeit der bessere sein dürfte.“
Jürgen Matthes, zuständig für Internationale Wirtschaftspolitik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln, sagt: „Erste Verbesserungen der Wirtschaftslage werden sich voraussichtlich leider erst 2013 zeigen.“ Er glaubt aber auch, dass sich die Strategie bei der Rettung Griechenlands von Anfang an noch viel konsequenter um wachstumsfördernde Strukturreformen hätte drehen müssen, die mehr Produktivität und Beschäftigung schaffen. „Doch auch die Löhne sind zu hoch. Hier hätte die Anpassung schon längst deutlich stärker stattfinden müssen.“



