Fünf große Hedge-Fonds haben im vierten Quartal 2011 ihre Anteile des weltweit größten Gold-ETFs, SPDR Gold Trust, deutlich reduziert bzw. in einem Fall sogar komplett verkauft.
von Commerzbank Commodity Research
Wie in den letzten Tagen gemeldet wurde, haben mindestens fünf große Hedge-Fonds im vierten Quartal 2011 ihre Anteile des weltweit größten Gold-ETFs, SPDR Gold Trust, deutlich reduziert bzw. in einem Fall sogar komplett verkauft. Dies kann teilweise den starken Preisrückgang von Gold im vierten Quartal erklären, der insbesondere im November und Dezember zu beobachten war. Allerdings wurden die Verkäufe der Hedge-Fonds durch Käufe von anderen Finanzinvestoren aufgefangen, so dass der SPDR Gold Trust in den letzten drei Monaten 2011 unter dem Strich Zuflüsse von 22,6 Tonnen verzeichnete.
Hedge-Fonds haben oftmals nur einen sehr kurzen Anlagehorizont und können je nach Größe mit ihren Transaktionen marktbewegend sein. Allerdings sind die Netto-Long-Positionen der spekulativen Finanzanleger seit Anfang Januar um 50% gestiegen, was auf ein erneutes Interesse der Hedge-Fonds schließen lässt. Wir gehen davon aus, dass Gold gegen Ende des Jahres wieder bis in die Nähe des im September verzeichneten Rekordhochs steigen kann. Insbesondere aufgrund der weiterhin hohen Unsicherheit und dem Sicherheitsbedürfnis der Marktteilnehmer sollte das gelbe Edelmetall gut unterstützt sein.



