Globales Geldvermögen 82 Billionen

Allianz  "Global Wealth Reports": Globales Geldvermögen 82 Billionen Euro. Damit liegt das globale Geldvermögen noch knapp 4 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau von 85 Billionen Euro. Der Aspekt "GELD=SCHULDEN" wurde in dem Report jedoch nicht erwähnt.

 

Die Allianz hat die erste Ausgabe ihres "Global Wealth Reports" vorgestellt. Die Analyse von 50 Ländern zeigt, dass die Vermögensverluste infolge der Finanzkrise noch nicht ausgeglichen werden konnten.

Trotz eines kräftigen Anstiegs von 7,5 Prozent lag das globale Geldvermögen Ende 2009 mit 82,230 Billionen Euro immer noch knapp 4 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau von 85,590 Billionen Euro. "Über diese Verluste der Sparer wird bisher viel zu wenig gesprochen", sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

Das globale Geldvermögen ist seit 2001 durchschnittlich um 3,7 Prozent gewachsen und damit langsamer als die nominale Wirtschaftsleistung. In der Pro–Kopf-Betrachtung lag das Wachstum mit 2,8 Prozent in den letzten zehn Jahren unter der durchschnittlichen Geldentwertung von weltweit 3,4 Prozent.

Die Gründe für die schwache Entwicklung sind in den entwickelten Ländern zu suchen. Niedrige Sparquoten und vor allem hohe Wertverluste während der Finanzkrise und durch das Platzen der Internet-Blase haben das durchschnittliche Wachstum gedrückt. Die größten Verlierer der Finanzkrise sind beinahe ausschließlich etablierte Industrieländer – mit den USA, Griechenland und Spanien an der Spitze.

Vermögensverluste in Deutschland wieder ausgeglichen

In Deutschland konnten die Vermögensverluste bereits wieder ausgeglichen werden. Dies ist auf die im internationalen Vergleich hohe Sparquote und die vergleichsweise konservative Anlagestruktur zurückzuführen, die die Wertverluste in der Krise begrenzte. Die konservative Anlagestruktur hat allerdings in der langfristigen Betrachtung auch Nachteile.

Das Pro-Kopf-Geldvermögen ist in Deutschland im internationalen Vergleich relativ niedrig; die Zuwachsrate liegt mit 3,2 Prozent deutlich unter dem europäischen Durchschnittswachstum von 4,1 Prozent. Die Rangliste der reichsten Länder (durchschnittliches Geldvermögen pro Kopf) wird mit großem Abstand von der Schweiz angeführt. Auf den Plätzen 2 bis 5 folgen die USA, Dänemark, die Niederlande und Japan. Deutschland liegt auf Platz 16.

Das Geldvermögen in den Schwellenländern wuchs in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich um 13 bis 17 Prozent pro Jahr. "Die ärmeren Länder holen auf; die Wohlstandslücke ist durch die Finanzkrise etwas kleiner geworden. Zu Beginn des Jahrzehnts war das Geldvermögen in den reichen Ländern noch 135 mal so hoch wie in den armen Ländern. Inzwischen hat sich dieser Wert auf 45 verringert.

Allerdings sind die absoluten Unterschiede noch immer sehr groß. Das Geldvermögen ist weltweit weiterhin sehr ungleich verteilt. Nordamerika, Westeuropa und Japan verfügen zusammen über 85 Prozent des gesamten globalen Geldvermögens", so Heise.

HWC, MWC und LWC

Um ein differenzierteres Bild der globalen Vermögensverteilung nach Ländern zu zeichnen, teilt der Allianz Global Wealth Report – in Anlehnung an die Einkommensklassen der Weltbank – die untersuchten Länder in drei Vermögensklassen ein: High Wealth Countries (HWC) mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen von über EUR 31.600; Middle Wealth Countries (MWC), mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen zwischen EUR 5.300 und EUR 31.600; sowie Low Wealth Countries (LWC), mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen unter EUR 5.300.

Globale Wohlstandslücke riesig...

Die Vermögen sind weltweit sehr ungleich verteilt. Noch immer befinden sich beinahe 90% des globalen Geldvermögens in den Händen der Privathaushalte in den HWC.

Auch in der Pro-Kopf-Betrachtung ist die globale Wohlstandslücke immens: Das weltweite Pro- Kopf-Geldvermögen betrug Ende 2009 durchschnittlich EUR 17.530. In den HWC war es dabei mit EUR 79.640 um ein Vielfaches höher als in den LWC, die nur auf EUR 1.800 pro Kopf kamen. In den MWC verfügten die Menschen durchschnittlich über ein Geldvermögen in Höhe von EUR 14.280.

Die komplette Studie: Allianz Global Wealth Report 2010 (pdf, 3 MB)

Geldvermögen nach Regionen

 

Geldvermögen

Geldvermögen

Geldvermögen

Geldvermögen

BIP

 

Weltanteil, in Prozent

in Mrd. Euro

2009, J/J in Prozent

pro Kopf in Euro

pro Kopf in Euro

Nordamerika

41,46

34043

6,6

97759

33022

Westeuropa

30,62

25139

7,2

62034

29330

Asien

22,56

18523

8,7

6029

3432

Ozeanien

1,97

1614

13,7

63167

33884

Lateinamerika

1,93

1583

10,7

3896

6490

Osteuropa

1,47

1209

12,5

3158

6852

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