SZ Redakteur packt aus: Haltung statt Wirklichkeit

Birk Meinhardt war bis 2012 preisgekrönter Redakteur bei der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). In seinem Buch „Wie ich meine Zeitung verlor“ rechnet er jetzt mit der SZ ab: "Einseitige Meinungsmache."

 

Birk Meinhardt ist nicht irgendein Journalist. Er ist zweifacher Egon-Erwin-Kisch-Preisträger, ein einstiges Aushängeschild der Süddeutschen Zeitung, ein Seite-3-Reporter. Nun schreibt er nicht mehr für dieses Blatt, er schreibt jetzt über dieses Blatt und über das, was ihm in dieser Redaktion widerfahren ist.

Meinhardt wirft der SZ vor, dass „die gesamte Berichterstattung einseitig geworden“ sei und „alles nur noch in eine Richtung gebürstet“ werde. Als Autor habe er Probleme bekommen, als er Artikel schreiben wollte, die der vorherrschenden Meinung widersprachen. Die SZ nennt die Vorwürfe gegenüber Übermedien „irreführend und nicht zutreffend“.

Für seine Geschichte braucht er nur 144 Seiten. Die haben es aber in sich!

Er beschreibt, was derzeit falsch läuft im deutschen Journalismus, warum gerade Medien, die doch beanspruchen, Mittler der Wirklichkeit zu sein, oft »Weglasser« und Ausblender derselben sind und dass sie »selber einen gehörigen Beitrag leisten zur Radikalisierung, die sich vor unseren Augen vollzieht. Wieso begreifen sie nicht, dass sie ohne Unterlass mit erzeugen, was sie so dröhnend verdammen«?

Birk Meinhardt kam 1959 in der DDR zur Welt und fing kurz nach der Wende 1992 bei der Süddeutschen Zeitung an. Er ist der erste Ostler in der Redaktion. Zunächst arbeitet er im Sportressort, dann als Reporter. Über Jahre geschieht und gelingt alles wie selbstverständlich, doch dann wird aus dem journalistischen Paradies ein Albtraum, der ihn zunehmend an die DDR zurückerinnert. Mehrere Recherchen von ihm werden nicht veröffentlicht, darunter eine Reportage über zwei zu Unrecht verurteilte Rechtsextreme im Osten Deutschlands.

Journalisten sind selbst Teil des Problems!

»Birk Meinhardt kommt aus dem Osten«, schreibt der BR, »und er hat noch gut im Ohr, mit welcher Begründung man damals bei der FDJ-Zeitung, für die er als Sportreporter schrieb, missliebige Artikel ablehnte: Das könnte dem Klassenfeind in die Hände spielen. Bei der SZ hieß es hingegen: Dieser Artikel könnte >von Rechten als Testat dafür genommen werden, dass sie ungerechtfertigterweise verfolgt würden<, er könnte von ihnen für ihre Zwecke genutzt werden. Meinhardt druckt den inkriminierten Text so wie auch die beiden anderen nie publizierten Reportagen im Buch vollständig ab - so dass jeder sich selbst ein Bild von ihnen machen kann. Unverständlich, warum sie nie in die Zeitung fanden.«

Journalisten reden und schreiben viel über Spaltung und Polarisierung, sagt Birk Meinhardt, ohne zu sehen, dass sie selbst Teil des Problems seien:

»Der Journalismus trägt meines Erachtens eine Riesenschuld an der Verhärtung der Fronten, die er selber beklagt. Er bringt sie maßgeblich mit hervor und er beklagt sie danach.«

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